Igelstation

 

5. Igelprojekt am Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz

Traditionsgemäß liegen vor dem Tag der offenen Tür in unserer Schule drei Projekttage. Die Idee zu dem Igelprojekt ist der Tatsache geschuldet, dass eine Schülerin der Klasse 5c im November im Tiefschnee einen Jungigel aufgriff und der sich in meiner privaten Pflegestation befand. Jeden Tag musste ich Fragen rund um den Igel beantworten und so schlug ich vor, dass wir uns einmal etwas näher mit diesem Tier befassen sollten. Die Kinder waren begeistert und wollten am liebsten alles auf einmal machen. Da die CD-Rom „Heimliche Gefährten der Nacht“ alles zu bieten hat, was auch kleineren Kindern gefällt, nahm das Projekt Gestalt an.

Tag 1: Dieser erste Tag stand ganz im Zeichen der Biologie des Igels. In Gruppen beschäftigten sich die Kinder mit der Lebensweise, Fortpflanzung, mit Gefahren für den Igel und mit dem igelfreundlichen Garten. Dazu verwendeten sie die Informationen aus der CD-Rom, aus ausgewählten Bulletins und aus Büchern wie z.B. „Igel in unserem Garten“. Da unsere Schule über ein gut ausgerüstetes Computerkabinett verfügt, konnte jeder Schüler sein neu erworbenes Wissen auch im Igel-Quiz testen. Zur Präsentation erarbeitete jede Gruppe einen zusammengefassten Text zu ihrem Thema und stellte es im Zimmer zusammen mit vielen Bildern, Fotos und anderen Anschauungsmaterialien aus. Ein ganz cleveres Kerlchen konnte sogar das Jacobsonsche Organ erklären.

Tag 2: Dieser Tag befasste sich mit der Igelfigur in der Kunst. Wir studierten zwei Igellieder ein. Es wurde eine Igelgeschichte vorgelesen, dann schrieben die Kinder selber Geschichten, Verse und Gedichte. Es entstanden selbstgemalte Igelbilder und viele verschiedene Bastelarbeiten, als Fensterbild, Collage, Tonfigur, Zapfen-Igel, Mobile oder Igel-Laterne. Der große Höhepunkt des Tages war das Backen von Schoko-Igeln.

Tag 3: An die Bastelarbeiten wurde letzte Hand angelegt. Desweiteren wurden die Teig-Igel glasiert und verziert, denn diese sollten am kommenden Tag an die Besucher verkauft werden. Auch Birnenigel wurden noch hergestellt.

Die Präsentation der Informationen aus dem Tag 1 wurde vorbereitet. Dabei schwebte uns ein Interview mit einem Igel vor. Im Kindertheater wurde ein Igelkostüm ausgeliehen und eine Schülerin übernahm die Rolle des Igels. Die anderen Kinder dachten sich Fragen aus, die u.a. auch einmal mit weit verbreiteten Fehlansichten aufräumen sollten, wie z.B. mit der Annahme, dass Igel matschiges Obst fressen oder warum Igel keine Milch trinken dürfen.

Tag der offenen Tür: Hier präsentierten sich alle Projekte. Die Kinder führten die Besucher durch den Ausstellungsraum, beantworteten Fragen und traten mit unserem kleinen Programm auf. Die Besucher konnten für die ausgestellten Kunstobjekte der Schüler voten. Die Siegerin erhielt einen Preis. Ich hatte versprochen, dass ich einen Igel mitbringen würde, wenn einer nicht im Winterschlaf war. Die meisten Besucher hatten noch keinen Igel in natura gesehen. Nach dem „Interview mit einem Igel“ durch die Kinder dargestellt, wurde auch ich noch mit Fragen bombardiert. Es herrschte reges Interesse an diesem Thema. Das Projekt ist aus meiner Sicht ein voller Erfolg geworden. Die Kenntnisse über den Igel wird jedes Kind sicher in seine Familie hineintragen. Der Erlös aus dem Backwerkverkauf wurde zu gleichen Teilen an die Igelstation in Altenburg und an Pro-Igel überwiesen.


Kathrin Effenberger, Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz, Sachsen


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