Igelstation

 

2. Welche Igel brauchen Hilfe?

Laut Tierschutzgesetz dürfen Wildtiere nur der Natur entnommen werden, wenn sie Hilfe brauchen. Kranke und verletzte Tiere, die zumeist auch am Tag angetroffen werden, apathisch daliegen oder herumtorkeln, brauchen schnellstens Hilfe.
Verwaiste Igelsäuglinge müssen ebenfalls aufgenommen werden. Igelmütter werden überfahren oder vergiftet, oder sie werden im Nest gestört und verlassen die Jungen bzw. nehmen nur einen Teil der Jungen mit. Die Aufzucht von Igelsäuglingen ist sehr problematisch, sie gehört unbedingt in fachmännische Hände und auch da gelingt sie nicht immer.


Eine letzte Gruppe, und auch die größte, sind untergewichtige Jungigel, die im Spätherbst weniger als 550 oder noch besser 600g auf die Waage bringen. Da ein Igel bis zu einem Drittel seines Körpergewichtes während des Winterschlafes verlieren kann, würden untergewichtige Tiere zu sehr abnehmen und nicht wieder aufwachen. Jeder Igel, der bei Frost und Schneefall noch aktiv ist, braucht Hilfe.
Im Herbst kann man Igeln helfen, indem man abends Katzenfutter bereit stellt, damit die Igel, deren Tisch wetterbedingt nicht mehr reichlich gedeckt ist, Nahrung finden. Keinesfalls dürfen Milch oder Essensreste gefüttert werden, da dies der Igel nicht verträgt. Ein Jungtier, das in die Station gebracht wurde, war mit Schinkenstückchen und Milch gefüttert worden und ist an der dadurch ausgelösten Verdauungsstörung, trotz tierärztlicher Hilfe, gestorben.


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